Mineralölkonzerne klagen über ihren Nachteil

Aktualisiert: Sept 20


Ab Oktober wird man diesen Energiekostenvergleich (EKV) an fast jeder Tankstelle finden. Die Zahlen wurden von staatlichen Einrichtungen ermittelt und sollen auf plakative Weise darstellen, wie viel man jeweils für eine Strecke von 100km im Individualverkehr bezahlt.


Die Aktion ist Teil einer Informationskampagne, die unter anderem vom Bundeswirtschaftsministerium als notwendig angesehen wird. Ecomento, ein Magazin für E-Mobilität und mehr beruft sich auf eine Veröffentlichung der Institution und schreibt:


"'Die Verbraucherumfragen des Pilotprojektes zeigen deutlich, dass große Informationsdefizite bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu alternativen Antrieben und Kraftstoffen bestehen', berichtet das Wirtschaftsministerium. So hätten mehr als 80 Prozent der Befragten ihr Wissen zu alternativen Kraftstoffen und 50 Prozent ihr Wissen zu batterieelektrischen Antrieben als nicht ausreichend eingestuft. 55 Prozent gaben an, dass zusätzliche Informationen zu den Kraftstoffkosten die nächste Fahrzeugwahl beeinflussen würden.'"


So weit so gut. Nun wird auf dieser Darstellug ein absolut eklatanter Unterschied deutlich: Konventionelle Kraftstoffe sind teilweise fast doppelt so teuer wie Strom. Das Resultat liegt deswegen auf der Hand. Früher oder später wird diese Zurschaustellung einen zum Umdenken bewegen. Spätestens, wenn die Spritpreise mal wieder durch die Decke gehen und die 2€ Marke knacken, wird man sich als Verbraucher denken: "Verdammt. Hätte ich mal lieber einen Stromer gekauft".


Daher ist es absolut keine Überraschung, wenn Mineralölkonzerne nun die Preise genauer unter die Lupe nehmen und beanstanden, dass:

Der Preisvergleich zwar richtig sei, "aber es fehlt die Information, dass bei E-Fahrzeugen der durchschnittliche Haushaltsstrompreis zugrunde gelegt ist.". Dem wird hinzugefügt: "Öffentliches, insbesondere schnelles Laden sei meist teurer, was den Preisunterschied zum Benziner erheblich reduziere.".


Erheblich reduziere, ja! Doch ist es dann immer noch billiger als Diesel oder Benzin. Was Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverband e. V. Christian Küchen hier deutlich macht, ist eine ganz klare Tendenz: Verbrenner sind auf einem absteigendem Ast! Selbst wenn versucht wird, der E-Mobilität Steine in den Weg zu legen, können die Vorteile offensichtlich gar nicht kleingeredet werden.


So hilfreich der EKV in der Informationskampagne sein mag, wir als Ladeanbieter hätten da auch etwas auszusetzen. Nämlich gibt es einen essenziellen Unterschied zwischen Verbrennern und Stromern (BEV): Während man Verbrenner tankt und die fossile Energie einzig und allein auf die Straße bringen kann, haben E-Fahrzeuge das Potenzial das Energiemanagement völlig umzukrempeln. Von selbst erzeugtem Solarstrom ganz zu schweigen. Diese Vorteile gehen aus dem bloßen Preisvergleich auch nicht hervor!


Bidirektionales Laden, also das Entladen von Autobatterien ermöglicht ungeahnte Wege zur Energieversorgung. Während es mittlerweile auch starke Vorreiter gibt, haben herkömmliche BEVs einen Speicher von sagen wir 70kW. Ein handelsüblicher Hausspeicher dagegen lediglich 12kW. Wenn man sich nun überlegt, das BEV nicht bloß als "grünen Verbrenner" zu verwenden, sondern es als Batterie auf Rädern zu sehen, dann wird einem bewusst, welches Potenzial zurzeit ungenutzt auf den Straßen unterwegs ist.


Wenn man es schafft, die im Auto geladene Leistung bei Bedarf wieder aus dem BEV freizugeben, kann man PV-Anlagen durch die erhöhte Speicherkapazität sehr viel effektiver nutzen und so den grünen Anteil am Strommix ohne zusätzlichen Aufwand maximieren. Falls mal wieder eine Klimakatastrophe kommt und der Strom zeitweise in ganzen Regionen ausfällt, kann man E-Autoflotten entsenden und so übergangsweise Strom zur Verfügung stellen. Im Camping-Urlaub kann man seinen Camper ganz leicht mit dem BEV am Laufen halten - ohne auf Lademöglichkeiten angewiesen zu sein.


Kurz gesagt mit dem bidirektionalen Laden ist alles möglich. Erst das macht den Umstieg zum BEV wirklich revolutionär. Sobald Autobauer es in Deutschland ermöglichen, kann unsere 11kW Wallbox entsprechend aufgerüstet werden und so den Energiekreislauf durch die bidirektionale Komponente optimieren.


Sie interessieren sich für das Thema und möchten gerne mehr erfahren? Nehmen Sie am besten gleich Kontakt zu uns auf. Durch unser ganzheitliches Denken sind wir Vorreiter in der E-Mobilität und dem Energie- sowie Lastenmanagement. Wir können Ihnen zur Netzunabhängigkeit verhelfen.


Ihr WHB Charging Team












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