KfW Fördertopf ausgeschöpft - Wie geht es weiter?


Knapp drei Monate hat es gedauert, bis die letzte Aufstockung der Fördermittel versiegt ist: Ein klares Zeichen für die Beliebtheit und somit den Erfolg der Privat-Subvention in Höhe von insgesamt 800 Millionen Euro. Auch wir als Ladeanbieter können das bestätigen, da wir fast mehr Zeit damit verbracht haben, die Förderung für Kunden zu beantragen, als Ladesäulen zu verkaufen. Nichts desto trotz fällt dieses Standbein der Energie- und Mobilitätswende vorerst gänzlich aus. Wie es weiter geht, hängt vor allem von der nächsten Bundesregierung ab.



Entscheidend für den langfristigen Fortbestand der alles in allem sehr ergebnisreichen Entwicklung hin zu mehr E-Mobilität sind somit die aktuellen Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, FDP und Grüne - der Ampelkoalition. Dabei geht es allerdings nicht nur um die Ergebnisse, sondern auch die Geschwindigkeit der Verhandlungen, denn je länger sie dauern, desto später kommt eine handlungsfähige Regierung zustande. Nach aktuellem Zeitplan sollen die Koalititonsgespräche bereits am 10. November diesen Jahres abgeschlossen sein, sodass die Kanzlerwahl im Dezember stattfinden werde. Unter Anbetracht der Tatsache, dass die beteiligten Parteien zumindest während des Wahlkampfs bei Weitem keinen Konsens zu absolut entscheidenden Themen ausstrahlten, ist das durchaus ein straffer Zeitplan für eine Regierungsbildung.


Es besteht also Grund zur Hoffnung, dass bald eine Entscheidung zur Förderung kommen wird - wie diese jedoch genau aussehen wird, ist eine andere Frage. Auch wenn man den Tag nicht vor dem Abend loben sollte, lohnt es sich einen kleinen Einblick in bisherige Standpunkte zu werfen.


Electrive.net beruft sich dafür auf die Prozedur der letzten Bundesregierung: "Bisher wurden die Erhöhungen des Fördertopfs zwischen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ausgehandelt – wobei die letzte Entscheidung beim Finanzminister lag.". Es ist daher ein gutes Zeichen, dass derjenige, der die bisherigen Aufstockungen durchgewunken hat, als aktueller Kanzlerkandidat in einer Position sein wird, in der das bloße Aufstocken einer bereits erfolgreichen Subvention leichter fallen wird.


Edison dagegen zieht den Standpunkt der FDP in Betracht und sieht einen anderen Trend: "Aber Fakt sei, dass der Fördertopf nun leer sei. Ob es noch einmal Nachschlag gibt, ist ungewiss – und eher unwahrscheinlich." (...)

"Die FDP, die nach Stand der Dinge wohl künftig mitregiert, hat bereits angekündigt, sich die Subventionen für Elektroautos insgesamt noch einmal anzusehen: Es sei nicht einzusehen, warum man eine Industrie unterstützen müsse, die Milliardengewinne erziele. Im Klartext: Die Förderung solle die Autoindustrie künftig selbst übernehmen.". Man sollte hier jedoch zwischen Subvention für das BEV und für die Wallbox klar unterscheiden.


Wir dagegen stimmen dem sonst durchaus umstrittenem Verkehrsminister Andreas Scheuer zu, wenn er sagt, die KfW Wallbox Förderung sei eine Erfolgsstory:


"Unsere Bilanz: Rund eine Million Ladepunkte entstehen bei den Menschen Zuhause und das in nicht mal einem Jahr. Dieser Trend muss durch die nächste Bundesregierung fortgesetzt werden. Denn nur mit den richtigen Anreizen schaffen wir es, dass die Menschen auf klimafreundliche E-Autos umsteigen.“


Daher bleibt nichts als zu hoffen, dass die neue Bundesregierung schnell kommt und - das ist noch wichtiger - dass sie an bewährten Maßnahmen festhält und dafür genügend Geld zu Verfügung stellt, denn das Klima wartet nicht. Wir hoffen die Mobilitätswende weiterhin voranbringen zu können und dafür wollen wir das:

... in Zukunft nicht mehr sehen.

Ihr WHB Charging Team





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