Erfahrungsberichte der Mobilitätswende

Aktualisiert: Okt 22

Nicht nur E-Fahrer*innen dürfte bewusst sein, wie es um die Lage der Ladeinfrastruktur steht. Was diese Graphik hier anschaulich verdeutlicht, ist ein großes Problem für die Energiewende, denn unter diesen Umständen wirkt die E-Mobilität eher abschreckend als einladend.


Um einen Eindruck davon zu gewinnen, was Deutschlands E-Autofahrer*innen nach dem Umstieg entgegnet, sind wir so manchem Netzwerk beigetreten, haben aufmerksam mitgelesen, Kontakt aufgebaut und Medien gesammelt. Nachdem wir eine Einverständnis eingeholt haben, möchten wir diese Erfahrungsberichte nun gesammelt darstellen, um ein Bild zu zeichnen. Ein Bild davon, wie es einem ergeht, nach dem Kauf eines elektrischen Fahrzeuges - eines BEVs.


Manche Erfahrungsberichte hat man bereits viralgehen sehen - der populärste dürfte wohl der des VW-Chefs Diess gewesen sein, der scheinbar keine guten Erfahrungen gemacht hat:

Ob diese Einschätzung jedoch wirklich ganz und gar wahrheitsgetreu ist, oder nicht vielleicht doch diplomatisches Feingefühl dahintersteckt, sei mal dahingestellt. Denn wie der Business Insider hier treffend formuliert, ist IONITY ein Konkurrent von Tesla - dessen Geschäftsführer Elon Musk im Vorhinein ja durchaus Kontakt zu Diess hatte.



Im Unterschied zu dieser öffentlichen Attacke, haben uns die semi-öffentlichen Beiträge, die nun folgen, den Eindruck gegeben, tatsächliche Erlebnisse von Privatpersonen zu sein, die nichts anderes im Sinn haben, als sich über das Thema E-Mobilität in einem freundschaftlichen Rahmen auszutauschen.


Nun, wo wir die Formalien geklärt haben, sollten wir mit den Erfahrungsberichten beginnen: Ganz ähnlich zum VW-Chef Diess finden sich viele Reiseerlebnisse in der Gruppe für E-Mobilität. Der dabei vorherrschende Tenor: Es gibt zu wenige Ladestationen! Hier illustriert am Beispiel einer Italienreise:



Hinzu kommt eine weitere Andeutung. Die Ladesäule funktioniert zwar, ist aber durch das minderwertige Display in der Bedienung eingeschränkt. Im folgenden Medium besteht ein ähnliches Problem, wobei es sich hier auch um Sachbeschädigung handeln könnte:




In der Kommentarzeile wird witzelnd angedeutet, dass es beim Hersteller häufiger mal zu Problemen kommt. Für uns sieht es allerdings eher nach Sachbeschädigung aus. Dass E-Mobilität beziehungsweise Hersteller Allego öfter mal Ziel von Böswilligkeit wird, sieht man auch im nächsten Medium. Hier wurden sämtliche Notschalter der Ladesäulen betätigt, ohne das ein Problem vorhanden zu sein scheint. Auch wenn der Ersteller des Videos eine Ahnung zu haben scheint - warum es tatsächlich geschehen ist, lässt sich das lediglich erahnen. Hier lohnt es sich, die Audiofunktion unten rechts im Videoplayer zu aktivieren.



In dem nächsten Fall ist es nicht unbedingt die Funktionalität an der es mangelt, sondern Begleiteffekte, die das Laden zu einer schlechten Erfahrung machen. Hier geht es nicht um den Hersteller Allego, sondern Shell.



Doch im Vergleich zu den nächsten beiden Fundstücken, ist das definitiv das kleinere Übel. Denn zumindest kann man an dem Großteil der obigen Ladepunkte sein BEV aufladen! Die nachfolgenden Bilder zeigen die Schattenseiten der aktuellen Ladeinfrastruktur: Gänzlich dysfunktionale Ladesäulen, oder gleich das ganze Ausbleiben der ausgeschilderten Lademöglichkeit. Das ist nun wirklich das letzte, was man bei der Suche nach einer Säule braucht!




Tja... wenn man das alles so sieht, braucht man sich nicht wundern, dass die Energiewende im Mobilitätssektor noch immer Feinde, oder zumindest Skeptiker hat. Wir hoffen, Sie sind bislang noch nicht abgeschreckt, denn alles in allem überwiegen ganz klar die positiven Seiten des Wandels. Noch immer herrscht eine große und enthusiastische Aufbruchstimmung vor, wie uns das nächste Medium demonstriert:



Wer sich zudem nicht nur auf öffentlich-zugängliche Ladepunkte verlassen will, hat auch die Möglichkeit, sich eine eigene Wallbox anzuschaffen. Durch die KfW-Förderung gibt es dabei Wege, sich das Laden im Eigenheim zu sehr attraktiven Tarifen finanzieren zu lassen. Dennoch sieht nicht jede(r) diese Anschaffung als notwendig an. Stattdessen findet man verschiedene durchaus kreative Weisen, das BEV über bestehende Stromanschlüsse zu laden:



Bei Eigenkonstruktionen sollte man jedoch vorsichtig sein, wie die Veröffentlichung einer lokalen Feuerwehr offensichtlich macht: